Aktion Bundestag
mit folgendem Anschreiben haben wir unsere Vertreter im Deutschen Bundestag gebeten, uns ihren Lieblingswitz zu schicken.
...und nun folgen die ersten Reaktionen:
von Herrn Dr. Joachim Pfeiffer
Sehr geehrte Frau Hawelka,
sehr geehrter Herr Ryll,
danke für Ihr nettes Anschreiben. Für mich ist Lachen eine lebensverlängernde Maßnahme. Bei den ernsten Themen und oft sehr weitreichenden Gesetzen, über die wir in Berlin verhandeln, kommt der Humor meistens zu kurz.
Den Gag „Die einzigen Witze sind die Ansichten meines politischen Gegners“, spare ich mir an dieser Stelle, sonst gelte ich gleich als typischer Politiker.
Humor ist aber nicht nur eine gute Medizin, sondern auch ein gutes Mittel um Interesse zu wecken. Gerade bei der Vermittlung der oft komplizierten und wenig unterhaltsamen Themen an die Bürger kann ein behutsamer Witz an der richtigen Stelle für Aufmerksamkeit sorgen.
Darum begrüße ich die Ziele Ihrer Vereinigung, die sich auf die Fahnen bzw. in die Satzung geschrieben hat, humoristische Aktivitäten auszuüben, zu pflegen und zu fördern. Humor macht das Leben in vielen Lagen einfacher und auch das Miteinander zwischen den Menschen. Man kann ein Thema sehr ernst nehmen und trotzdem Humor damit entwickeln. In Deutschland wird das leider viel zu oft als Widerspruch gesehen.
Gerne unterstütze ich daher Ihre Initiative mit meinem Lieblingswitz. Diesen habe ich bereits im September 2006 bei einer Bundestagsrede zur Kernenergie zum Besten gegeben. Da das Thema weiterhin aktuell ist, werde ich den Witz sicherlich auch in zukünftige Reden einbauen:
>>Ein Autofahrer fährt nachts auf einer Autobahn und wundert sich über Gegenverkehr. Als er im Radio hört, dass auf seiner Strecke ein Geisterfahrer unterwegs sein soll, ruft er laut: Einer?? Hunderte!!<<
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Joachim Pfeiffer MdB
ANMERKUNG UNSERERSEITS: Herr Dr. Joachim Pfeiffer war so überwältigt und erfreut über die an ihn überreichte Urkunde für seinen humoristischen Beitrag, dass er sogleich die Gelegenheit ergriff, auf seiner Homepage (unter "LINKS") auf unsere Vereinigung zu verweisen:
http://www.joachim-pfeiffer.info/
VIELEN DANK, lieber Herr Dr. Pfeiffer!
aus dem Büro von Herrn Bernd Scheelen
Sehr geehrte Frau Hawelka,
sehr geehrter Herr Ryll,
anbei übersende ich Ihnen gern den Lieblingswitz von Herrn Scheelen, um
den Sie gebeten hatten:
Jesus schaut Tiger Woods beim Golfspielen zu und sagt zu seinem Freund
Moses: "Was der kann, kann ich auch." Gesagt, getan. Jesus und Moses
stehen am Abschlag. Jesus schlägt und der Ball landet mitten im Wasser.
Darauf Jesus: "Moses, könntest du den Ball mal holen?" Moses stellt sich
vor das Wasser, teilt es, läuft zum Ball und bringt ihn Jesus
wieder.Jesus probiert es noch einmal, mit dem selben Ergebnis: der Ball
landet erneut im Wasser. Er schaut Moses an, aber der sagt: "Hol dir
deinen Ball doch selber, du kannst doch übers Wasser gehen." Jesus geht
und als er gerade mitten auf dem Wasser steht, kommt ein dritter Golfer
zum Abschlag und sagt zu Moses: "Was ist das denn? Glaubt der, er wäre
Jesus Christus?" Darauf Moses: "Das IST Jesus Christus, aber er glaubt,
er wäre Tiger Woods... ."
Wir wünschen Ihnen für ihre neugegründete Vereinigung viel Erfolg und
"gutes Gelingen" bei Ihrem Vorhaben.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Constanze Clodius
von Frau Maria Michalk
Sehr geehrte Frau Hawelka,
sehr geehrter Herr Ryll,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Ihre Animation zum Lachen ist gelungen.
Gern stelle ich Ihnen meinen derzeitigen Lieblingswitz vor:
Am Himmelstor steht ein Automechaniker vor Petrus. "Warum hast Du mich
so früh sterben lassen, ich bin doch erst 42 Jahre alt." Petrus schaut
in seinem großen Buch nach und sagt: "Nach den Stunden, die Du Deiner
Kundschaft berechnet hast, bis Du jetzt genau 102 Jahre alt!"
Mal sehen, wie ich dies in der nächsten Rede einbauen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Maria Michalk, MdB
von Frau Renate Schmidt
Sehr geehrter Herr Ryll,
sehr geehrte Frau Hawelka
erstens lache ich gerne und sicher (nahezu) jeden Tag mehrmals und
zweitens kann ich mir keine Witze merken und habe daher auch keinen
Lieblingswitz.
Drittens lachen Menschen bei meinen Reden auch häufig (an den Stellen,
an denen es auch geplant ist), aber nicht, weil ich Witze erzähle,
sondern, weil ich Alltagssituationen so schildere, dass man sich
wiedererkennt und lachen kann und letztens frage ich ganz sanft: Muss
Humor jetzt auch vereinsmäßig betrieben werden?
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Renate Schmidt
aus dem Büro von Herrn Omid Nouripour
Sehr geehrter Herr Ryll,
anbei der Lieblingswitz von Omid Nouripour.
Kommt ein Musiker zum Arzt. Der Arzt zum Musiker: "Sie haben nur noch
zwei Tage zu leben."
Musiker: " Wovon denn?"
Mit besten Grüßen
i.A. Barbara Großhaus
aus dem Büro von Herrn Jürgen Trittin
Sehr geehrte Humoristen,
aufgrund einer Vielzahl von Anfragen und terminlichen Verpflichtungen
wird es Herrn Trittin leider nicht möglich sein, an Ihrem Projekt
teilzunehmen. Wir bitten um Verständnis und wünschen Ihnen viel Erfolg,
mit freundlichen Grüßen,
Ralph Obermauer, Ph.D.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
von Herrn René Röspel
Sehr geehrte Frau Hawelka,
sehr geehrter Herr Ryll,
ganz so grau, wie Sie in Ihrem Anschreiben befürchten, ist der Alltag
eines Politikers nun doch nicht. Und Gelegenheit zum Lachen gibt es auch
immer wieder. Das liegt vor allem daran, dass Politiker mit den
unterschiedlichsten Menschen zusammen kommen und dabei die
merkwürdigsten Geschichten hören, wie der folgende Witz belegt:
- - -
Ein Chirurg, ein Landschaftsarchitekt und ein Politiker streiten
darüber, wer von ihnen wohl damals bei der Schöpfung der Welt den
wichtigsten Beruf gehabt hätte.
Der Chirurg erinnert daran, dass Adam eine Rippe entnommen wurde, um Eva
zu erschaffen. Wer anderes als ein Chirurg sollte das gemacht haben?
Der Landschaftsgärtner wies darauf hin, dass Adam und Eva im Paradies
gelebt haben. Und nur ein Landschaftsgärtner sei in der Lage, einen
Garten Eden aus dem großen Welten-Chaos zu schaffen.
Worauf der Politiker fragte: "Und wer, meinen Sie, hat wohl für das
große Welten-Chaos gesorgt?"
- - -
Mit freundlichen Grüßen
René Röspel MdB
von Herrn Dr. Gregor Gysi
Sehr geehrter Herr Ryll,
sehr geehrte Frau Hawelka,
nun fürchte ich mich natürlich noch mehr vor meiner nächsten Rede. Ich
weiß aber nicht, ob in die Rede ein Witz passt und ob mir überhaupt
einer einfällt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gysi
aus dem Büro von Frau Dr. h.c. Susanne Kastner:
Sehr geehrte Frau Hawelka,
sehr geehrter Herr Ryll,
da Frau Kastner als Bundestagsvizepräsidentin offiziell die Sitzungen des Deutschen Bundestages leitet, wird sich kaum eine passende Gelegenheit bieten, um ihren Lieblingswitz in eine Rede einzubauen. Susanne Kastner verschickt aber jedes Jahr humorvolle Geburtstagsgrüße an die Abgeordneten. In der Anlage finden Sie die Karte aus dem Jahr 2006.
Mit freundlichen Grüßen
Ilona Laschütza
aus dem Büro von Frau Anna Lührmann:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Frau Lührmann würde zu ihrer Aktion gerne folgenden Witz beisteuern:
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Essen zwei Kannibalen einen Humoristen.
Sagt der Erste: "Der schmeckt aber komisch."
--
Mit humorvollen Grüßen,
Ole Barnick
aus dem Büro von Herrn Volker Beck:
Liebe Humoristen,
vielen Dank für Ihre Mail. Sie können sicher sein, dass Volker Beck mit
der nötigen Ernsthaftigkeit seiner politischen Arbeit nachkommt,
sie aber auch gleichermaßen mit großem Spaß und Freude erledigt. Er lebt
für seine Arbeit. Als lebensfroher und besonnener Abgeordneter aus Köln
ist ihm jedoch bewusst, dass Lustigkeit mitunter ihren Platz und ihre
Zeit hat. Ulk und Klamauk sind in Sachdiskussionen eher fehl am Platz.
Wir freuen uns aber, wenn mit Sie mit großem Interesse seine
Parlamentsreden verfolgen.
Mit fröhlichen Grüßen
Christian Dunker
aus dem Büro von Herrn Sigmar Gabriel:
Sehr geehrte Frau Hawelka,
sehr geehrter Herr Ryll,
ich bedanke mich für Ihre nette e-mail und die an Sigmar Gabriel gerichtete
Anfrage nach seinem Lieblingswitz.
Gerne würde Sigmar Gabriel Ihr Projekt unterstützen. Aufgrund der Vielzahl von
Anfragen übersteigt die Nachfrage bedauerlicherweise jedoch die vorhandenen
Kapazitäten. Daher bitte ich um Verständnis, wenn Sigmar Gabriel Ihrer Bitte
diesmal leider nicht nachkommen kann.
Wir bitten dafür um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Sören Heinze
